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Lehrter Bahnhof

on time, on track, always


Eisenbahnunfälle sind im Allgemeinen recht selten.

Oft jedoch wird das System Eisenbahn aufgrund seiner an sich selbst gestellten, hohen Sicherheitsanforderungen als absolut sicher dargestellt und wahrgenommen.
Einhundertprozentige Sicherheit gibt es nicht und je mehr man sich der Hundertprozentmarke nähert, desto mehr Aufwand muss hierfür betrieben werden, sowohl in technischer als auch finanzieller Sicht.

Die Statistiken auf den folgenden Seiten sind die Rechtfertigung, über Unfallursachen im Eisenbahnwesen nachzudenken und basieren auf Schwerpunkten meiner bisherigen Arbeit.

Entgleisung von Eisenbahnen.

    ‘Können Eisenbahnen entgleisen?’ Ja, das kommt vor. Und zwar leider häufiger als gedacht.
    Die Statistik auf der nächsten Seite gibt Aufschluss darüber, welche Unfälle mir bisher zur Kenntnis gelangten und welche Ursachen und Schäden ich hierfür ausmachen konnte.
    Ein Blick in meine Dissertationsschrift und die Produktbroschüre ‘Laufzustands- und Streckenbewertung mit Entgleisungsdetektion’ zeigt, dass Entgleisungen durch einfache technische Hilfsmittel sicher diagnostiziert werden können, und dass eine sofortige Notbremsung (welche im allgemeinen der sicherste Weg ist) weiteren Schaden verhindern hilft.

    Eine statistische Aufstellung der mir zur Kenntnis gelangten Unfälle finden sich auf der entsprechenden Unterseite.

Kollision von Eisenbahnen mit Hindernissen.

    Eigentlich sollten derartige Unfälle nicht vorkommen können, denn Eisenbahnen sind spurgebunden, das heißt, sie erscheinen nirgends überraschend, die technischen Sicherungen sind hoch, z.B. an Bahnübergängen, aber es gibt zahlreiche Gründe, warum es immer wieder zu verheerenden Unfällen zwischen Eisenbahnen und toten wie lebendigen sowie stehenden/liegenden oder bewegten Gegenständen und Menschen kommt.
    Was mich bei meiner Arbeit am meisten überrascht hat, ist die Frage, warum macht niemand etwas dagegen? Gibt es keine Möglichkeiten, gefährliche Hindernisse rechtzeitig zu entdecken?
    Doch, diese Möglichkeiten gibt es. Gefährliche Hindernisse könnten ca. 1,2 km vor einem Zug entdeckt werden, aber es fehlt in Deutschland der politische und finanzielle Mut, die technische Entwicklung eines solchen Systems bis zur Einsatzreife zu fördern (Fragen bitte per E-Mail).

    Eine statistische Aufstellung der mir zur Kenntnis gelangten Unfälle finden sich auf der entsprechenden Unterseite.
     

Mit diesen Aufstellungen verfolge ich im Wesentlichen zwei Ziele

  • Der Wissenschaft sowie der Öffentlichkeit soll mit dieser Unfallsammlung ein Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt werden, mit dessen Hilfe Überzeugungsarbeit geleistet werden kann sowie Werkzeuge und Techniken entwickelt und eingesetzt werden können und sollen, um die Anzahl derartiger Unfälle künftig zu reduzieren.
  • Und zweitens soll das Bewusstsein und damit der öffentliche Druck erhöht werden, Unfälle im Eisenbahnwesen wahrzunehmen und sich nicht mit ihnen abzufinden.

Hierzu möchte ich jeden Leser dieser Seite bitten, mir Unfallschilderungen samt Fotos oder Presseberichten zuzuschicken, damit die Aufzählung vervollständigt werden kann.
Ich sichere, auf Wusch, jedem Einsender von Unfallberichten zu, seinen Namen und seine Identität zu wahren und nicht zu veröffentlichen.

Im Namen der hoffentlich künftig zu verhindernden Opfer danke ich schon jetzt für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Mitarbeit.

Sie sind unser

 

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